Erster Testflug mit der Drohne

Vor kurzer Zeit habe ich mir von einem geschätzten Fotokollegen eine gebrauchte, aber fast unbenutzte Drohne, eine DJI Mavic Air Pro besorgen können. Anfangs war ich erst unsicher, ob mir die Drohnenfliegerei liegt aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Nun kann ich sagen, dass ich von dem kleinen , vielfältigen Flieger mehr als begeistert bin. Ich freue mich schon, wenn ich im nächsten Urlaub ein paar schöne Bilder und Videos aus der Luft erstellen kann.


Natürlich musste ich auch etwas üben, denn schönes Bildmaterial bekommt man nur, wenn man die Drohne auch gut beherrt. Da ich in Berlin, wegen der Flugsicherheitszonen und aus Datenschutzgründen nicht einfach die Drohne steigen lassen kann, bin ich raus aufs Land gefahren. Nicht nur konnte ich dort ungestört üben, sondern wurden auch andere Leute nicht durch die Lautstärke der Rotoren gestört. Denn auch wenn der Flieger recht kompakt ist, so machen die Motoren ordentlich Rabatz.



Es gibt viele unterschiedliche Flugfunktionen, die bereits in der Drohne vorprogrammiert sind, aber ich wollte zumindest erst einmal die Basics der Steuerung lernen, bevor es in die Tiefe geht. Vielleicht gefällt euch ja das erste Video. Für die Drohnennutzung möchte ich hier noch einige Tipps geben, denn gesetzlich sind ein paar Dinge vorgeschrieben, die man beachten muss.


Kennzeichnungspflicht


Das deutsche Gesetz gibt vor, dass jede Drohne gekennzeichnet werden muss mit dem Namen des Besitzers, die Anschrift sowie eine Telefonnummer. Somit ist jede Drohne als das Eigentum des Besitzers gekennzeichnet und sollte sie verloren gehen, kann sie diesem zurückgebracht werden, sobald sie gefunden wurde. Es gibt bereits online ein paar Anbieter, die kleine Kennzeichnungsschilder produziert, die selbstklebend auf der Drohne platziert werden können. Ich habe sogar zwei Schildchen bestellt und an der Drohne platziert. Sollte also ein Schild wider Erwarten abfallen, so gibt es immernoch eine zweite Kennzeichnung. Die Schildchen kleben schon sehr fest, allerdings hält doppelt ja bekanntlich besser.


Hier geht es zum Anbieter, wo ich meine Schilder bestellt habe. Pro Schild habe ich ca. 8,00 € bezahlt und innerhalb von 4 Tagen wurden sie geliefert.


https://shop.drohnen.de/dji-mavic-2-drohnen-plakette-kennzeichen-33/


www.laseric.de


Versicherungspflicht


Jede Drohne in Deutschland muss versichert werden. Dazu bieten diverse Versicherungsmarken schon Drohnen-Haftpflichtversicherungen an. Diese schützt vor potentiellen Schäden, die durch dir Drohne angerichtet werden können. Dazu gehören Sachschäden, Personenschäden uvm. Die Versicherung ist absolut wichtig, denn wenn es durch Zufall zu einem Schaden kommen sollte, ist man somit geschützt. Andernfalls haftet man mit seinem privaten Vermögen und das kann RICHTIG teuer werden. Letztendlich soll der Flug mit einer Drohne auch Spaß machen und man will sich nicht durch ein Flugmaleur in riesengroßen Unkosten wiederfinden.


Es gibt einen Unterschied zwischen Versicherungen für gewerbliche und private Drohnennutzung. Für eine private Nutzung kann die Versicherung ca. 40 € im Jahr kosten. Für eine gewerbliche Nutzung sind die kosten deutlich höher und belaufen sich auf ca. 150 € pro Jahr. Hier geht es zu näheren Informationen zur Drohnenversicherung: https://www.check24.de/haftpflichtversicherung/drohnenversicherung/


Flugschein oder Flugerlaubnis


Für Drohnen ab 5 kg Gewicht ist ein Drohnenführerschein absolut Pflicht. Dieser kann an diversen Stellen beantragt werden, allerdings ist eine Schulung mit anschließender Prüfung notwendig. Für meine Mavic Air Pro brauchte ich glücklicherweise keinen Drohnenführerschein, denn das Gewicht mit Akku ist ca. 1,5 kg. Aber man muss sich natürlich vorher informieren.


Flugerlaubnis


Gerade in Großstädten und deren Umfeld gibt es diverse Verbotszonen, die das Aufsteigen der Drohne untersagen. Flugsicherzeitszonen, Einflugschneisen von Flughäfen sind nur einige Beispiele. Die Drohnenverordnung gibt weitere Regeln vor. Folgendes ist verboten:


  • Jegliche Behinderung oder Gefährdung des Luftraums

  • Betrieb von Drohnen unter fünf Kilogramm außerhalb der Sichtweite

  • Betrieb von Drohnen in und über sensiblen Gebieten, wie etwa Krankenhäusern, Justizvollzugsanstalten, Industrieanlagen, Naturschutzgebieten, Menschenansammlungen, An- und Abflugzonen von Flughäfen sowie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften

  • Betrieb von Drohnen mit einem Gewicht von über 250 Gramm über Wohngrundstücken; unabhängig vom Gewicht ist dies auch verboten, wenn die Drohne optische, akustische oder Funksignale empfangen, übertragen oder aufzeichnen kann (Ausnahme: Die betroffenen Bewohner stimmen dem Überflug explizit zu)

Ja, es sind einige Regeln zu beachten, daher habe ich auch im ersten Video versucht besonders nicht direkt über Wohngebiete zu fliegen, sondern mich mit der Videogestaltung auf die Natur der Umgebung zu konzentrieren.

Fazit:


Auch wenn es viele Restriktionen und Regeln für den Drohnenbesitz- und Flug gibt, kann die Nutzung wirklich großen Spaß machen. Gerade aus der Luft bekommt man eine ganz neue Sicht auf das Umfeld und kann die Natur auf schönen Bildern und Filmen festhalten. Also keine Scheu vor dem Drohnenkauf. Wenn man sich vorher mit den Regeln beschäftigt und vorbereitet, steht dem erfolgreichen Flug nichts mehr im Wege.

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