• Marco Wichert Fotografie

ISO, Blende und Belichtungszeit

Jeder Fotograf oder Fotobegeisterte wird irgendwann über diese drei Aspekte stolpern. Für einen Anfänger sind diese Begriffe eher Neuland, daher erkläre ich in diesem Beitrag einfach mal das Zusammenspiel. Ein Foto wird durch alle drei Faktoren beeinflusst und je nach Einstellung des jeweiligen Faktors wird das Endresultat aussehen.


Was bedeutet die Blende?


Die Blende einer Kamera, oder vielmehr des Objektivs, bestimmt den Lichteinfall der Umgebung. Sie kann individuell eingestellt werden, sodass man manuell den Lichteinfall steuern kann. Hier gilt: je größer die Nummer der Blende (F1.4 bis F32), umso weniger Licht gelangt durch das Objektiv in die Kamera und umso dunkler wird folglich das Foto. Voraussetzung dazu ist, dass die anderen beiden Faktoren nicht verändert werden.


Gleichzeitig bestimmt die Blende die Tiefenunschärfe eines Motivs auf dem Foto. Das bedeutet, die Umrisse des fokussierten Motivs werden unschärfer. Je niedriger die Blende eingestellt ist, umso mehr steigt die Unschärfe außerhalb des Motivs. Es gibt verschiedene Objektive mit unterschiedlicher Minimalblende, je nachdem für welche Art von Fotografie man sich entscheidet. Objektive mit Festbrennweite (statisch ohne Zoom) verfügen beispielsweise über eine recht geringe Minimalblende, was sich für die Aufnahme von Portraits hervorragend eignet.


Was sagt die Belichtungszeit aus?


Die Belichtungszeit steht, wie der Name schon sagt, für die Dauer, die aufgewendet wird, um ein einziges Foto aufzunehmen. Die Dauer kann von Tausendstel Sekunden bis hin zu mehreren Sekunden oder sogar bis ins Unendliche gehen. Bei Motiven, die sich schnell bewegen bietet sich eine sehr geringe Belichtungszeit an. Langzeitbelichtung hingegen basiert auf einer Aufnahmezeit von mehreren Sekunden oder sogar Minuten. Somit werden sich schnell bewegende Motive nicht aufgenommen oder erscheinen als Schleier aufgrund der Bewegungen.


Gerade in der Landschaftsfotografie, speziell in der Nachtfotografie wird die Langzeitbelichtung gern angewendet. Damit die Motive und Hintergründe gleichermaßen scharf erscheinen und das Foto nicht überbelichtet wird, erhöht man die Blende und reduziert gleichermaßen den Lichteinfall. Hier wird also bereits ein erstes Zusammenspiel aus Blende und Belichtungszeit deutlich.


Anbei ein Beispiel für Langzeitbelichtung mehrerer Minuten

Was ist denn der ISO?


Der ISO Wert gibt in der digitalen Fotografie die Empfindlichkeit des Lichtsensors an. Das bedeutet, je höher der ISO Wert gesetzt wird, umso heller wird das Foto. Der ISO Wert kann variieren von 100 bis zu 12.000. Generell sollte man je nach Verfügbarkeit des Umgebungslichtes den ISO anpassen.


Fotografie bei sonnigem Tageslicht benötigt im Normalfall keinen hohen ISO. Hier setze ich normalerweise die niedrigste Stufe, also 100 ein. Je dunkler es wird umso mehr ISO kann man einsetzen, um ein helleres Bild zu erhalten. In der Dämmerung, Nacht oder in dunkleren Räumen kann man mit ISO Werten über 800 arbeiten.


Achtung: der ISO Wert ist ein sehr gutes Hilfsmittel für hellere Fotos, aber er ist nach wie vor nur ein Hilfsmittel und sollte somit mit Bedacht ausgewählt werden. Warum? Ganz einfach, der ISO hat einen entscheidenden Nachteil: je höher der ISO Wert umso "rauschiger" bzw. "krisseliger" wird das Bild. Bei zu hohem Wert hat man also keine große Freude an dem Endresultat, weil die Motive unscharf sind.


Zusammenspiel der drei Faktoren


Die Helligkeit und die Qualität des Bildes variiert je nach der Einstellung der drei beschriebenen Faktoren. Man kann die Helligkeit bereits durch die individuelle Einstellung eines Faktors bereits beeinflussen. Jede Art der Fotografie (Landschaft, Portrait, Sport, Wildlife) benötigt eine andere Einstellung des Zusammenspiels. In der unteren Tabelle sind die Einstellungen und deren gemeinsame Wirkung sehr gut dargestellt. Die Tabelle ist jedoch nicht von mir erstellt, sondern von topfotoevents.de von einem Fotokurs mit Olaf Fingerle.


https://topfotoevents.de/index.php/39-fotokurs/39-grundkurs-digitalfotografie-am-23-01-16




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